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wohnPORTRAIT: Industriedesign

Industriedesign

wohnPORTRAIT: Industriedesign

SO wohnen Tina und Heino mit „Enkelhund“ Luna

Wenn man durch die kleine, beschauliche Zechenhaussiedlung fährt, gleicht äußerlich ein Haus dem anderen. Der Gedanke von kleinen Räumen, Kohleöfen und Eckbänken in Eiche rustikal drängt sich uns auf… und dann betreten wir das Haus von Tina und Heino und stehen erst einmal sprachlos und mit offenen Mund da, denn mit loftartigem Industriedesign in einem alten Zechenhaus hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Nachdem wir uns gefangen hatten, begrüßte uns “Enkelhund“ Luna freudig. Enkelhund? Tina klärt auf: “Das ist eigentlich der Hund unseres Sohnes, der aber oft zu Besuch bei uns ist, eben wie ein Enkelkind ;-)“

Hausumbau-im-Industriedesign

 

 

Tür im Industriestil

 

Das Haus betraten wir durch einen Eingang mit einer wundervollen, alten Eichentür. Weil Tina und Heino keine 08/15 Tür haben wollten, haben sie im Internet, auf Bauernhöfen und Flohmärkten so lange gesucht, bis sie die perfekte Tür für ihr Zuhause gefunden hatten. In liebevoller Kleinarbeit wurde das gute Stück aufgemöbelt und eingebaut. Den kompletten Um- und Anbau haben die Beiden selbst gemacht und dabei sehr viel Wert auf Details gelegt. Und dabei war es Tina und Heino egal, dass sie ein halbes Jahr auf einer Baustelle, ohne funktionsfähige Küche und gemütlichem Wohnzimmer leben mussten. Das Ergebnis sollte einfach stimmen. Viele Ideen entwickelten sich erst im Laufe des Umbaus: Die Backsteinwand in der Küche zum Beispiel! Da die Wand zum Nachbarn nicht isoliert war, musste sie tragischer Weise hinter einer Dämmung verschwinden. Sehr zum Leidwesen von Tina. Aber Tina hatte schon eine Idee im Kopf. Da das Haus luftiger und größer erscheinen sollte, sind viele Wände dem Vorschlaghammer von Heino zum Opfer gefallen. Tina hat kurzerhand alle alten Backsteine gesammelt, in mühsamer Arbeit von Mörtel und Dreck befreit, und für den Wiederaufbau hergerichtet. Heino war von der Idee einer nackten Backsteinmauer in der Küche anfangs gar nicht begeistert und wollte Tina umstimmen. Gott sei Dank konnte sich Tina durchsetzen, denn das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Mittlerweile schmückt sich Heino augenzwinkert mit dieser tollen Idee 😉

Bachsteinwand in der Küche

Backsteinwand in der Küche

Im gesamten Untergeschoss sind großformatige Fliesen in Betonoptik, verlegt, die natürlich den Industriecharakter noch unterstreichen. Im Esszimmer fällt der große Esstisch mit seinen unebenen Brettern direkt ins Auge. Auch diesen haben Tina und Heino selbst entworfen und gebaut und finden es lustig, wenn Gäste erst einmal eine Stelle suchen müssen, wo der Teller nicht wackelt. Einen Buffetschrank aus Omas Zeiten hätten man hier jetzt nicht erwartet, aber dank Tinas Malkünsten fügt sich auch dieser Stilbruch lückenlos in ihr Konzept ein. Ein Relikt aus alten Zeiten ist so zu einem echten Blickfang geworden.

Ist das Kunst oder kann das weg

Buffetschrank als Kunstobjekt

Esszimmer im IndustrielookEsszimmer im Industriedesign

Geht man zwei Stufen tiefer, gelangt man in den riesigen Anbau, in dem sich das Wohnzimmer befindet. Betonwände, Aufputzleitungen, Stahlträger, offene Balken, Industrieleuchten an Decke und Wände, alles was das Industriedesign-Herz begehrt, findet man hier. Am eindrucksvollsten ist aber das große Industriefenster.

Wohnzimmer im Industriedesign

Wohnzimmer im Industrie-Stil

selbstgemachtes Industriefenster

Industriefenster Marke Eigenbau

 

Auch hier haben Tina und Heino wieder selbst Hand angelegt, da sie für die vorhandene Öffnung kein passendes Fenster gefunden hatten. Der Außenrahmen wurde zwar von einen Fensterbauer konstruiert, aber jede einzelne Stahlstrebe hat Heino selbst geschweißt und alle Fensterscheiben eigenhändig eingebaut. Wir finden, dass sich auch diese Arbeit mehr als sehen lassen kann. Fasziniert waren wir von den eigenwilligen Wandleuchten, die scheinbar aus Kupferrohren mit Glühbirnen bestehen.

Lampen im Industrielook

Leuchten im Industrielook

Naja, eben auch Marke Eigenbau… dachten wir, aber Tina erklärt uns, dass sie diese außergewöhnlichen Leuchten einigermaßen günstig im Internet gekauft hat. Selber machen hätte sich da gar nicht gelohnt. Puh, Glück gehabt… wir dachten schon, wir hätten unseren Meister gefunden 😉

Bei dieser ganzen Coolness waren wir auf das Bad gespannt. Erwartet uns auch hier nackter Beton und kalter Stahl? Weit gefehlt… wir erleben eine Oase der Ruhe und Entspannung. Bereits beim Betreten des Raumes verspürt man eine Art Entschleunigung und das dringende Bedürfnis sich ein Bad einzulassen zu müssen. Die Dusche und das WC verstecken sich rechts und links hinter der Wand des Waschbeckens, so dass nichts den ruhigen Anblick stört.

wohnfüloase im Industriedesign

Wohlfühloase

Ein Bad zum Verlieben im Industriestil

Ein Bad zum Verlieben

Tina und Heino wären nicht Tina und Heino, wenn nicht auch hier alles selbst entworfen und gebaut worden wäre. Wir sind begeistert von so viel Kreativität und ziehen den Hut vor dieser Individualität. Unser Fazit: SO geht wohnen!

 

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12 Kommentare

  1. Kira sagt:

    WOW, wie toll. Mal was ganz anderes. Tolle Inspiration., das könnten meine Lieblingsblogbeiträge werden.

  2. Rosi sagt:

    Toll was die Beiden aus dem Zechenhaus gezaubert haben. Der Beitrag dazu hat mich fasziniert.

  3. Haseeusebia sagt:

    Mein Gott…..wie cool ist das denn….echt super gemacht

  4. Aschi sagt:

    Hammer geil… Tina und Heino sind wohl beide sehr kreativ und einfallsreich. Kann man nur sagen: WOW… Danke für die tolle Berichterstattung. Macht wirklich Spass „durch’s Schlüsselloch fremder Wohnungen“ zu schauen. Freue mich schon sehr auf weitere Beiträge dieser Art. Super gemacht !!!

  5. Nicole sagt:

    Hallo kann ich nur zustimmen sieht super aus mehr davon

  6. Nikki sagt:

    Da möchte ich wohnen! So viele schöne Ideen! Ich werde demnächst umziehen und so könnte ich mir meine neue Küche vorstellen. Danke

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